Chronik

 

Tradition die verpflichtet

Vor 125 Jahren wurde der Turnverein zu Roschütz gegründet. Dies protokolliert das reußische Staatsarchiv in Altenburg. Dort ist die erste namentliche Erwähnung festgehalten. Am 21. Juni 1887 nahm der damalige Vorstand seine Arbeit auf und legte die erste Satzung fest. Zu den 15 Gründungsmitgliedern gehörten unteranderem Ärzte, Rechtsanwälte und Handwerker. Im Verein wurde Schach, Kegeln, Faustball und Turnen angeboten. 125 Jahre später unterlag der Verein lange Zeit einem Irrtum. Durch einen Fehler in den Unterlagen, welche zur Wende entstanden, ging man bis 2012 davon aus, das Gründungsjahr des SV Roschütz liegte im Jahr 1886.

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Bildquelle: Günter Gerhardt

Hans Machold war es, der auf den Fehler aufmerksam wurde. Ihm ist es zu verdanken, dass man es nun Schwarz auf Weiß hat. Aufgrund der Vorgabe der Stadt einen Gründungsnachweis vorzulegen, um Unterstützung für das Jubiläum zu erhalten, begab er sich in die Archive in Altenburg und Greiz. Denn genau diesen Nachweis hatte der Verein nicht. Er suchte mehrere Tage um das Gründungsjahr heraus zu finden. Im letzten Jahr war es dann soweit. Hans Machold fand das richtige Dokument mit der namentlichen Erwähnung und dem eigentlichen Gründungsdatum im Archiv in Altenburg.

 

Zurück in die Vergangenheit

 

Gegen Ende der Jahrhundertwende, war Turnen in Deutschland weit verbreitet. Ebenso in Gera. In Roschütz fanden sich einige Männer zusammen. Wirklich Turnhallen gab es so gut wie keine in der damaligen Zeit. So machte man aus der Not eine Tugend und verlagerte kurzerhand das Turnen ins Freie. Auf dem Vereingelände bestätigte man sich am Reck, Barren oder am Boden. Aber nicht nur Männer gingen der sportlichen Aktivität im Turnverein zu Roschütz nach.
Auch immer mehr Frauen zählten im Laufe der Zeit zu den Vereinmitgliedern. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Fussball in Deutschland immer beliebter. AUch die Mitglieder des Turnvereins zu Roschütz wollten dem runden Leder nachjagen. Anfangs noch auf der Wiese, mussten die Mitglieder wegen der Jenaer Regel sich einen Sportplatz zu legen. So griffen sie 1932 zu Schaufel und Psaten und legten den Grundstein für den Sportplatz, wie er heute noch besteht.
 
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Bildquellen: Günter Gerhardt
 
Gemeinsamer Bau des heute noch bestehenden Sportplatzes im Jahre 1993. Es wird berichtet dass die Freie Turnerschafft 13.000 qm Land am Bieblacher Hang gekauft hat. Da das stark ansteigende Gelände nivelliert werden musste, wurden über 2000 cbm Erde abgertragen.Am 11. Juni 1932 ist der Platz eingeweiht wurden. Dazu gab es ein großes Turnfest.
 
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Die Roschützer Mannschaft Anfang der 30iger Jahre.
 
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